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Stärkung der Sicherheit, der Rechte und der Autonomie von Frauen
Angesichts der sich wandelnden Formen von Gewalt, die zunehmend in neue Bereiche – insbesondere digitale – verlagert werden, erfordert der Schutz der Rechte von Frauen einen strukturierten, strategischen Ansatz, der sich an internationalen Standards orientiert.
Unsere Arbeitsgruppe „Geschlechtsspezifische Gewalt“ analysiert die Mechanismen struktureller Diskriminierung, die Frauen in sozialen, beruflichen und digitalen Bereichen weiterhin betreffen. Das Ziel ist klar: Systemische Lücken erkennen, unsichtbare Realitäten dokumentieren und konkrete politische Antworten formulieren.
Unser Handeln orientiert sich an europäischen und internationalen Menschenrechtsnormen. Es zielt auf einen dauerhaften und effektiven Schutz vor allen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt ab.
Ein strategisches Instrument: Die Arbeitsgruppe „Geschlechtsspezifische Gewalt“
Leiterin der Arbeitsgruppe Geschlechtsspezifische Gewalt: Rosalyne Marie Reber
Diese Arbeitsgruppe ist ein zentrales Instrument zur Umsetzung unserer Ziele. Sie konzentriert sich auf psychische und digitale Gewalt sowie auf die mentalen und beruflichen Folgen, die sie für Frauen insbesondere am Arbeitsplatz und im digitalen Raum hat.
Drei Handlungsachsen strukturieren unsere Arbeit: Prävention, institutioneller Schutz und Stärkung der Autonomie.
Unsichtbare Gewalt sichtbar machen. Psychische Gesundheit stärken. Grundrechte sichern. Dies ist das Herzstück unseres Engagements.
Unsichtbare Gewalt sichtbar machen. Mentale Gesundheit stärken. Grundrechte sichern.
Dies ist das Herzstück unseres Engagements. Als Mitglied des Präsidiums und Leiterin der Arbeitsgruppe setze ich mich für eine Gesellschaft ein, in der Frauen frei, sicher und selbstbestimmt leben können – online wie offline.
Warum eine Agenda für Frauen?
Weil nachhaltiger Fortschritt nicht verordnet, sondern gestaltet werden muss.
Diese Agenda legt klare und messbare Ziele für eine wirklich gleichberechtigte Gesellschaft in der Schweiz fest. Sie orientiert sich an internationalen Verpflichtungen und europäischen Prioritäten in den Bereichen Gleichstellung, Gewaltprävention und digitale Sicherheit.
Strukturelle Veränderungen erfordern Kohärenz, Kontinuität und politischen Willen auf lange Sicht.
Konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention
Wir fordern die vollständige und konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention, eines zentralen Instruments zum Schutz von Frauen vor Gewalt und zur Bekämpfung häuslicher Gewalt.
Aktuelle Evaluierungsberichte zeigen, dass in der Schweiz nicht alle Betroffenen den erforderlichen Schutz erhalten. Zwei Massnahmen sind daher dringend notwendig:
Stärkung der rechtlichen Grundlagen,
langfristige und gesicherte Finanzierung von Schutz- und Unterstützungsangeboten.
Die Wirksamkeit von Rechten darf nicht von Haushaltsentscheidungen abhängen.
Cybermobbing und digitale Gewalt stoppen
Digitale Räume sind heute politische Räume – und müssen sicher sein.
Hassrede fällt nicht unter Meinungsfreiheit; sie verletzt Würde, Gleichstellung und demokratische Teilhabe.
Wir setzen uns ein für:
einen tiefgreifenden Wandel der digitalen Diskussionskultur,
ambitionierte Präventionsmassnahmen,
konsequente Verfolgung frauenfeindlicher Straftaten im Netz.
Der Schutz von Minderjährigen vor ungeeigneten pornografischen Inhalten muss durch klare Regeln und altersgerechte Schutzmassnahmen gestärkt werden.
Prioritäten der Arbeitsgruppe
1. Psychische Gewalt und Mobbing am Arbeitsplatz
Psychische Gewalt – Mobbing, Ausgrenzung, subtile Druckausübung – bleibt oft unsichtbar, wirkt sich jedoch tief auf die psychische Gesundheit, Karriere und Lebensbalance von Frauen aus.
Sie ist häufig Ausdruck struktureller Ungleichheiten: chronische Überlastung, asymmetrische Anforderungen, berufliche Unsicherheit.
Unser Ziel ist dreifach: Prävention, Sensibilisierung und Schaffung sicherer Arbeitsumfelder, in denen Frauen ihre Fähigkeiten voll entfalten können.
2. Psychische Belästigung und psychologische Sicherheit
Psychische Belästigung kann alle Lebensbereiche betreffen, hat aber im beruflichen Umfeld besonders gravierende Folgen.
Wir setzen auf die Förderung psychologischer Sicherheit als Organisationsnorm: Schutz individueller Grenzen, verantwortungsbewusste Unternehmenskulturen, klare institutionelle Absicherung.
Reale Gleichstellung zeigt sich auch in der Qualität des Arbeitsumfeldes.
3. Cybermobbing und digitale Gewalt
Digitale Gewalt ist heute eine permanente Verlängerung psychischer Gewalt. Charakteristisch ist ihre öffentliche Sichtbarkeit, Virulenz und ständige Präsenz.
Für betroffene Frauen vervielfachen sich die Belastungen.
Wir entwickeln integrierte Strategien zur Prävention, zum Schutz und zur Unterstützung, damit digitale Sicherheit als Grundrecht verankert wird.
4. Digitale Sicherheit und Prävention
Die zunehmende Vernetzung schafft neue Risiken: Verletzung der Privatsphäre, koordinierte Hasskampagnen, Datenmissbrauch.
Unsere strategischen Prioritäten:
Präventive Massnahmen für digitale Sicherheit stärken,
Aufklärung über Risiken und Schutzmechanismen,
Förderung von Bewusstsein und Kompetenzen im Umgang mit digitalen Räumen.